10.05.2023 – Matthias Bellgardt übernimmt von Mathias Mörke
Kreis Hildesheim/Groß Düngen.
Zum neuen Brandschutzabschnittsleiter Ost, wurde Matthias Bellgardt, Klein Düngen, im Rahmen einer Dienstversammlung des „Brandabschnitts Ost“, in der Feuerwehr-Technischen-Zentrale in Groß Düngen vorgeschlagen. Diese Wahl war erforderlich, da der bisherige Amtsinhaber Mathias Mörke aus Bodenburg, ab Juli das Amt des Kreisbrandmeisters übernimmt.
Die Dienstversammlung zur „Erarbeitung eines Wahlvorschlags“ leitete der aktuelle Kreisbrandmeister Josef Franke. Wahlberechtigt waren 41 Frauen und Männer, die Führungskräfte aus den Ortsfeuerwehren der Kommunen Bad Salzdetfurth, Bockenem, Diekholzen und Holle. Anwesen waren davon 39.
Die Organisation der Wahl erfolgte durch das Amt 205 des Landkreises Hildesheim. Zur Wahl wurden als Kandidaten Matthias Bellgardt und Ralf Sander aus Bockenem vorgeschlagen. Das Wahlergebnis: 24 Ja-Stimmen für Matthias Bellgardt und 14 Ja-Stimmen für Ralf Sander, bei einer Enthaltung. Matthias Bellgardt nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen. Matthias Bellgardt hatte nach 18-jähriger Amtszeit als Stadtbrandmeister von Bad Salzdetfurth, hierfür nicht wieder kandidiert. Zum stellvertretenden Abschnittsleiter wurde Patrick Würfel aus Grasdorf, mit 35 ja-Stimmen, bei drei Enthaltungen und einer Nein-Stimme vorgeschlagen. Die Gremien des Landkreises Hildesheim müssen dem Wahlvorschlag noch zustimmen, so dass dann die formale Ernennung erfolgen kann. Von allen Beteiligten wurde eine vertrauliche Zusammenarbeit zugesichert.
Foto: Matthias Quintel
Text: Matthias Quintel/ Michael Sinai
07.05.2023 – Neues Kriseninterventionsteam in der Gemeinde Nordstemmen
Wer hilft den Einsatzkräften der Feuerwehr, wenn diese Hilfe benötigen?
Leitlinie Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte der Gemeinde Nordstemmen vorgestellt.
Nordstemmen. „Wie können wir unsere Einsatzkräfte insbesondere bei der Verarbeitung von Eindrücken unterstützen, die sie während, oder teilweise erst Wochen später nach Abschluss ihrer Tätigkeiten am Einsatzort belasten?“ Unter dieser Leitfrage stand am Donnerstagabend die öffentliche Präsentation der „Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte“ (PSNV-E) der Ortsfeuerwehren der Gemeinde Nordstemmen, zu der Gemeindebrandmeister Jan Riechelmann und dessen Stellvertreter Hendrik Stosch eingeladen hatten. Ihrer Einladung waren neben der Gemeindebürgermeisterin Nicole Dombrowski und interessierten Ratsmitgliedern auch alle Führungskräfte der Ortsfeuerwehren gefolgt. Denn die Suche nach einer Antwort auf die früher tabuisierte Frage, welche Möglichkeiten der psychosozialen Notfallversorgung die Einsatzkräfte in Anspruch nehmen können, erfährt heute mehr denn je eine Dringlichkeit, die sich nicht zuletzt aus der Einsatzdichte und der Schwere der Einsätze – auch im Gebiet der Gemeinde Nordstemmen – ergibt, wie Riechelmann in seiner Ansprache erläutert. Umso größer sei die Freude bei Riechelmann und Stosch darüber gewesen, dass sie mit ihrem Anliegen nicht nur auf offene Ohren, sondern zugleich auf eine große Sensibilität für diese Thematik bei der Gemeindebürgermeisterin Dombrowski gestoßen seien, die dieses Vorhaben persönlich von Anfang an sehr unterstützt habe.
Vor dem Hintergrund der Dringlichkeit wollte man nicht die Entwicklung im Landkreis abwarten, sondern unter Einbezug der Expertise vor Ort eine Leitlinie entwickeln und die hierfür notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen, denn „jeden von uns kann es in Einsatzsituationen treffen, die völlig unterschiedlich erlebt und verarbeitet werden,“ so Riechelmann. Niemand sei davor gefeit. Daher wurde unter der Leitung von Hendrik Stosch in den vergangenen Monaten ein Arbeitskreis gebildet, der best-practice-Beispiele anderer Gemeindefeuerwehren auf deren Passgenauigkeit mit den eigenen Ressourcen, Anforderungen und Verfahrensweisen überprüfte. Das Ergebnis der Arbeitsgruppe ist beträchtlich: So wurde in kurzer Zeit nicht nur eine Leitlinie zur Alarmierung der PSNE-V für die Ortsfeuerwehren entwickelt, sondern zugleich erfolgreich Akquise für die Zusammenstellung eines ersten Kriseninterventionsteams betrieben. Somit stehen in Zukunft den Einsatzkräften im Bedarfsfall neben Kräften aus den eigenen Reihen (Hendrik Stosch, Patrick Möhle, Björn Launer, Bernd Beyer und Linda Noack) mit Eva Cramer, Heiner Birnstiel, den Pastorinnen Juliane Hillebrecht, Anne-Christin Ladwig sowie dem Pastor Mark-Christian Schumacher ein Kriseninterventionsteam mit facettenreicher beruflicher Expertise zur Seite. Das Konzept entspräche einem zeitgebundenen Drei-Säulen-Modell, so Stosch in der Vorstellung, das sich von der psychischen Erste Hilfe als primäre Prävention – bspw. bereits bei der Einsatzvorbereitung für Führungskräfte –, über Einsatzbegleitung und Einsatznachsorge durch die PSNV-Kräfte (sekundäre Prävention) bis hin zur Diagnose oder Intervention durch Fachärzte als tertiäre Prävention erstrecke.
Mit der öffentlichen Vorstellung trete man nun in die Phase der Implementierung der PSNV-E ein, in der nicht nur in den Ausbildungslehrgängen und Ortswehren auf die Alarmierungswege und Einsatzmöglichkeiten aufmerksam gemacht werde, sondern das Krisenteam auch in zukünftigen Übungen eingebunden werde. „Wir können nicht länger warten, bis Verfahrensfragen auf Landkreisebene geklärt sind, obgleich die politische Meinungsbildung letztlich abgeschlossen ist. Unsere Einsatzkräfte stellen sich jeden Tag neuen belastenden Herausforderungen. Wir alle müssen daher ein Interesse daran haben, dass sie gesund nach Hause kommen – und Gesundheit darf nicht nur auf den körperlichen Aspekt reduziert werden, sondern umfasst auch die psychosoziale“, wie Gemeindebürgermeisterin Nicole Dombrowski ergänzt. Sie sei dankbar, dass mit der Entwicklung der Leitlinie Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte der Gemeinde Nordstemmen eine erste Antwort gefunden wurde.
Quelle: Gemeindefeuerwehr Nordstemmen
19.04.2023 – Terminänderung Gruppenführer- und Wertungsrichterbesprechung
Die letzten Leistungsvergleiche auf Stadt- und Gemeindeebene finden erst im Juni 2023 statt.
Die Gruppenführer- und Wettbewerbsrichterbesprechung für die Kreisleistungsvergleiche findet daher
am 12.06.2023, um 19:00 Uhr
in der FTZ Groß Düngen statt.
An diesem Tag werden auch die Startzeiten vergeben.
06.04.2023 – FTZ: Fortbildung „PKW-Unfall“ für Kreisausbilder
Die Kreisausbilder der Kreisfeuerwehr im Landkreis Hildesheim trafen sich zum zweiten Mal in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Groß Düngen zur einer gemeinsamen Fortbildung, die unter der Überschrift „PKW-Rettung“ und unter der Leitung von Steffen Schlusche stand.
Diese Unterweisung in Technischer Hilfeleistung konzentrierte sich auf Handgriffe und Vorgehensweisen mit hydraulischen Rettungsgeräten und dem Einsatz einer Säbelsäge am verunfallten Pkw.
Die Ausbilder übten an einem realen, durch einen Unfall zerstörten Fahrzeug, um unter anderem den Einsatz mit Rettungszylindern zu trainieren. Ziel der Übung war es, die Fahrgastzelle so weit zu öffnen, um einer eingeklemmten Person genügend Freiraum zu schaffen, um diese im Anschluss befreien zu können.
Neben dem Vertiefen des Wissens im Umgang mit diesen Rettungsgeräten, stand auch der Erfahrungsaustausch unter den Ausbildern im Mittelpunkt der Veranstaltung. Durch das gemeinsame Ausprobieren neuer Techniken und das Teilen von Erfahrungen konnten alle Teilnehmer ihr Wissen erweitern. Solche Ausbilderfortbildungen innerhalb der Kreisfeuerwehr des Landkreises Hildesheim sind von großer Bedeutung für die gesamte Feuerwehr, da das erlernte Wissen anschließend an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der von der Kreisausbildung angebotenen Lehrgänge weitergegeben wird.
Die Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung von kontinuierlicher Weiterbildung und Zusammenarbeit unter den Ausbildern, um im Ernstfall bestmöglich auf die Herausforderungen bei der technischen Hilfeleistung vorbereitet zu sein.
Fotos: Steffen Schlusche/Heiko Scholz
Text: Matthias Quintel, Kreisinternetbeauftragter
25.03.2023 – FTZ: Erste Technische Hilfeleistung-Unterweisung 2023 abgeschlossen
Die erste Unterweisung in Technischer Hilfeleistung 2023 ist geschafft – 20 motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Hildesheim haben in der letzten Woche an drei Tagen die Technische Hilfeleistung in Theorie und Praxis erlebt – damit ist der Grundstein gelegt und somit für den Ernstfall gerüstet.
Bei dieser „TH-Unterweisung“ wurden an zwei Abenden in der Woche, sowie den folgenden Samstag ganztägig in der FTZ Groß Düngen die Grundlagen der Technischen Hilfeleistung vermittelt. Ein Abend stand ganz im Zeichen des theoretischen Unterrichts zur Technischen Hilfeleistung. Hier wurden speziell die Aufgaben der Gruppe, die so genannten „Ordnung des Raumes“ vermittelt, auch wurde das Themengebiet „PKW-Unfälle“ ausführlich behandelt. Unter Ordnung des Raumes versteht man im Allgemeinen die Aufstellflächen für Rettungs- und Einsatzfahrzeugen, bei beengten Verhältnissen die Einfahrtsreihenfolge, die Ablageplätze von Materialen, Behandlungsplätzen und vieles weitere. All dies ist gerade bei größeren Einsätzen zwingend erforderlich und muss in der ersten Phase des Einsatzes lagebezogen festgelegt werden.
Der Schwerpunkt am Mittwoch und Samstag lag auf der praxisorientierten Technischen Hilfe, um den Einsatzkräften diese näher zu bringen. Viele Ortsfeuerwehren haben nicht die Möglichkeit auf einen umfangreichen Fahrzeugpark mit den jeweiligen entsprechenden Einsatz- und Rettungsmitteln zurückgreifen zu können. Daher ist es umso wichtiger, gerade diesen Feuerwehren ohne besonderes „TH-Equipment“ zu vermitteln, dass man auch mit einem „einfachen“ Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) einen TH-Einsatz beginnen oder abarbeiten kann.
Die Kreisausbilder Steffen Schlusche, Heiko Scholz und Noah Griebner legen bei ihrer Ausbildung den Fokus auf das praktische Arbeiten. Jede Teilnehmerin/Teilnehmer soll wenigsten einmal mit dem jeweiligen Gerät zur technischen Hilfeleistung gearbeitet haben. Oberste Priorität hat dabei die Sicherheit an der Einsatzstelle – daher geben die Ausbilder Tipps und Tricks wie die Einsatzstelle gesichert werden kann und welche Geräte zum Einsatz gebracht werden können.
Die Technische Hilfeleistung Ausbildung im Landkreis Hildesheim ist Teil der Kreisausbildung für Feuerwehren und findet für gewöhnlich in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Groß Düngen statt. Der größte Teil der Ausbildung wird von ehrenamtlichen Kreisausbildern durchgeführt.Als Technische Hilfeleistung (TH) werden „Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren für Leben, Gesundheit oder Sachen“ bezeichnet, „die aus Explosionen, Überschwemmungen, Unfällen und ähnlichen Ereignissen entstehen und mit den entsprechenden Einsatzmitteln durchgeführt werden“. In der Praxis sind dies all jene Einsätze, die sich nicht oder nicht nur auf das Verwenden von Löschmitteln bzw. die Leistung notfallmedizinischer Hilfe beschränken und bei denen Aggregate, Maschinen oder technisches Wissen bereitgestellt werden. Als technische Hilfeleistung zählt also schon das Bereitstellen von elektrischem Strom. |
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Fotos: Heiko Scholz
Text: Matthias Quintel, Kreisinternetbeauftragter
25.03.2023 – Fortbildung des Wertungsgerichts der Kreisfeuerwehr Hildesheim
Kreis Hildesheim/Nordstemmen. Nach dreijähriger Pause, bedingt durch die Corona-Pandemie, haben sich die Mitglieder des Wertungsgerichts der Kreisfeuerwehr Hildesheim im Feuerwehrhaus Nordstemmen zur Fortbildung getroffen. Die 23 Feuerwehrkameraden (SB) des Wertungsgerichts, alle aus dem Landkreis Hildesheim, waren der Einladung des Brandabschnittsleiters West, Heiko Bartels gefolgt. Heiko Bartels ist der Leiter des Fachbereiches Wettbewerbe im Landkreis Hildesheim.
Die inhaltliche Verantwortung der knapp vier Stunden dauernden Fortbildung hatte Ortsbrandmeister Andreas Brunotte aus Wallenstedt. Der Leistungsvergleich ist im Land Niedersachsen einheitlich vorgeschrieben und bestand bisher aus den Modulen Löschangriff, Kuppeln und Maschinistenprüfung. Für die kommenden Leistungsvergleiche 2023 sind jetzt die Module Atemschutz und Funk dazugekommen. Diese aktuellen Vorgaben müssen auch bei den Terminen im Landkreis Hildesheim eingehalten werden. Bisher sind vier Termine in einigen Kommunen des Landkreises sowie der Kreis-Leistungsvergleich auf dem Gelände der Feuerwehr-Technischen Zentrale im Juli bekannt. Die Planungen sehen vor, dass vier Hildesheimer Wertungsrichter zum Regionalleistungsentscheid nach Holzminden fahren. Am 13.April findet daher eine Fortbildung für Wertungsrichter durch das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle statt. Hier werden zwei Hildesheimer Wertungsrichter teilnehmen. Um die Bewertungen zu den vorgegebenen Wettbewerben für alle teilnehmenden Gruppen einheitlich gestalten zu können, war diese Fortbildung beziehungsweise Abstimmung notwendig. Für die organisatorische Begleitung wurde dem Kameraden Bernd Person von der Feuerwehr Nordstemmen besonders gedankt.
Foto: Heiko Bartels
Text: Michael Sinai -Kreispressewart- / Heiko Bartels
18.03.2023 – FTZ Groß Düngen startet in Ausbildungsbetrieb nach Corona Einschränkung
In der Feuerwehr-Technischen Zentrale (FTZ) in Groß Düngen konnte nach der Coronazeit ein Maschinisten-Lehrgang in Präsenz und ohne Auflagen durchgeführt werden. Die ehrenamtlichen Kreisausbilder unter der Gesamtleitung von Ralf Eichhorn, Hauptamtlicher Mitarbeiter in der FTZ, sorgten dafür, dass in insgesamt 35 Unterrichts- und Ausbildungsstunden der Lehrgansstoff entsprechend den Vorgaben der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz vermittelt wurde. Die 30 teilnehmenden Feuerwehrkameraden*Innen waren jeweils dienstags und donnerstags in den Abendstunden sowie an zwei kompletten Samstagen gefordert, sich den theoretischen und praktischen Lernstoff hierfür anzueignen. Als Maschinist (SB) fährt man nicht nur das Einsatzfahrzeug, sondern ist auch dafür verantwortlich, dass mit der Feuerlöschkreiselpumpe, ob mobil (Tragkraftspritze) oder eingebaut, genügend Löschwasser an die Einsatzstellen gefördert wird. Viele technische Geräte, beispielsweise vom Lichtmast, Stromerzeuger bis zum Lüfter, müssen durch den Maschinisten bei Bedarf bedient werden oder weiteren Einsatzkräften übergeben werden. Ihre Aufgabe besteht auch darin, die Mannschaft und das Fahrzeug sicher zur Einsatzstelle zu bringen. Zum Unterrichtsstoff gehören daher auch die Rechtsgrundlagen nach der Straßenverkehrsordnung. Auch ein Thema des Ausbildungslehrgangs waren die Einsatzfahrzeuge und Geräte nach einem Einsatz wieder für den nächsten vorzubereiten. Die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer kamen aus den verschiedenen Ortsfeuerwehren im Landkreises Hildesheim. Die Ausbildung zum Maschinisten erfolgte in der FTZ, auf dem Hof und in der näheren Umgebung, praxisnah am offenen Gewässer, an der Innerste. Am Ende des Lehrgangs nahm Kreisausbildungsleiter Jürgen Spormann vom Landkreis Hildesheim die Prüfung in Theorie und Praxis mit Erfolg ab.
Foto: Heiko Scholz
Text: Matthias Quintel, Kreisinternetbeauftragter
03.03.2023 – KFV-Verbandsversammlung am 3. März 2023 in Alfeld (Leine)
Kreis Hildesheim/Alfeld. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Hildesheim, Kreisbrandmeister Josef Franke, konnte 416 Feuerwehrkameraden-/innen als Delegierte der Verbandsversammlung sowie zahlreiche Gäste im Theatersaal des Gymnasiums Alfeld begrüßen. Die Versammlung stand unter einem besonderen Blickwinkel, denn der Verbandsvorsitzende und sein Stellvertreter waren, neu zu wählen. Da Josef Franke als Kreisbrandmeister ab 1. Juli 2023 nicht mehr zur Verfügung steht, hatte er angekündigt auch den Vorsitz im Verband, ebenso wie sein Stellvertreter abzugeben. Daher waren die Vorstandsämter im Kreisfeuerwehrverband neu zu besetzen.
Auf Vorschlag der Versammlung wurde Brandabschnittsleiter West, Heiko Bartels aus Mahlerten, einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Einstimmig wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden, Brandabschnittsleiter Ost, Mathias Mörke aus Bodenburg gewählt. Die Gewählten nahmen unter dem Beifall der Delegierten die Wahl an und sicherten ein konstruktive Zusammenarbeit zu. Im Zusammenhang mit der Neubesetzung des Amtes des Kreisbrandmeisters sowie des Stellvertreters zum 01. Juli 2023, wird auf die bereits erfolgte Berichterstattung verwiesen.
Aufgrund der Verdienste und der immerhin 26-jährigen Amtszeit als Vorsitzender, wurde Josef Franke zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Begründung und Ernennung, auf Beschluss des Vorstandes, vollzog das dienstälteste Vorstandsmitglied im Kreisfeuerwehrverband, Gemeindebrandmeister Peter Notka aus Schellerten.
Der ausscheidende stellvertretende Vorsitzende, Brandabschnittsleiter a.D. West, Detlef Witte, wurde vom Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen Olaf Kapke mit der „Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Gold“ ausgezeichnet. Detlef Witte war immerhin 36 Jahre stellvertretender Vorsitzender. Besondere Anerkennung erhielten Josef Franke und Detlef Witte für das langjährige ehrenamtliche, fast schon einmalige Engagement, mit Blick auf die Zusammenarbeit von Landrat Bernd Lynack, Bürgermeister Rainer Block aus Bockenem, als Vertreter des Städte- und Gemeindebundes sowie von Bürgermeister René Marienfeld aus Söhlde, Sprecher des AK-Feuerwehr der Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Hildesheim.
Die uneingeschränkt gute Zusammenarbeit mit der Polizei unterstrich der Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim, Michael Weiner. In dem Zusammenhang bezeichnete Weiner auch die polizeiliche Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen der Landkreisfeuerwehren als erfolgreich.
Im zuvor erteilten Jahresbericht ging Josef Franke auch auf das Einsatzgeschehen ein. Pro Tag waren 170 Einsätze in Stadt und Landkreis zu verzeichnen. Franke dankte den Verantwortlichen aus den Kommunen für den Schutz der Bürger/-innen in die Ausrüstung/Ausstattung der Feuerwehren zu investieren. Kreisstabführer Thomas Gerberding (Jahresbericht Musikwesen) und Kreisjugendfeuerwehrwartin Anne Grützner (Protokoll) berichteten aus ihren Bereichen. Thomas Gerberding stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung, war aber bereit für eine sechsmonatige Frist noch Ansprechpartner zu sein. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Olaf Kapke informierte in seinem Bericht von ersten Gesprächen mit der neuen Innenministerin Daniela Behrens sowie mit dem neuen Landesbranddirektor Dieter Rohrberg. Kapke berichtete auch über Initiativen zu Veränderungen und Verbesserungen im Lehrgangsbereich und an dem NLBK. Die Verbandsversammlung ist immer ein würdiger Rahmen besondere Ehrungen auszusprechen.
Nach der jeweiligen persönlichen Laudatio (Franke/Witte) händigte Olaf Kapke mit Vorstandmitgliedern nachfolgende Ehrungen aus:
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold:
Erster HBM Frank Quante -Borsum, Erster HBM Peter Notka -Farmsen, Erste HFF Christiane Milewsky -Söhre, HFM Thomas Gerberding -Hildesheim.
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber:
Erster HBM Frank Kirchner -Eime, Erster HBM Jens Klug-Hotteln, HBM Dr. Lars Brinkmann -Schliekum, BM`in Anne Grützner -Barienrode; HFM André Ceglarek -Sibbesse
Zu Ehrenmitgliedern im Kreisfeuerwehrverband wurden Heinrich Helms -Groß Förste und Frank Quante -Borsum ernannt.
Ein besonderer Dank ging an den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Winzenburg für die musikalische Einstimmung zur Versammlung sowie der Totenehrung.
Text und Fotos: Michael Sinai, Kreispressewart
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11.02.2023 – Fortbildungsveranstaltung für Führungskräfte
Landkreis Hildesheim/Groß Düngen. Die Kreisfeuerwehr hat an zwei Wochenenden eine Fortbildungsveranstaltung für Führungskräfte der Landkreisfeuerwehren in der Feuerwehr-Technischen-Zentrale (FTZ) in Groß Düngen durchgeführt. Insgesamt 130 FeuerwehrkameradenInnen nahmen an den Terminen im großen Lehrsaal, unter der Leitung von Kreisbrandmeister Josef Franke, teil.
In Anbetracht an den Führungswechsel im Amt des Kreisbrandmeisters zum ersten Juli, stellte Brandabschnittsleiter Ost, Mathias Mörke die Herausforderungen für die Zukunft der Kreisfeuerwehr heraus. Die Themen reichten beispielsweise von der Technik, Ausbildung, Neuausrichtungen (mögliche Vorgaben des Landes Niedersachsen) im Bereich Kreisfeuerwehrbereitschaften und Gefahrgutzüge sowie der Kommunikation mit allen Verantwortlichen. Mörke stellte fest: „Nur ein gemeinsamer Dialog auf allen Ebenen der 165 Feuerwehren führt hier zum Erfolg“.
Interessante Informationen gab es vom Kreissicherheitsbeauftragen Simon Seidel aus Harsum, zum Thema digitale Unfallmeldungen bei der FUK. Kreisausbildungsleiter Mark Gebel informierte über das Verwaltungsprogramm „FeuerOn“, am Beispiel von Lehrgangsanmeldungen auf Kreis- und Landesebene. Verwaltungsleiter Friedhelm Weiß von der FTZ stellte das Leistungsangebot der Feuerwehr-Technischen-Zentrale als Lehrgangs- und Ausbildungsstätte sowie den Werkstattbereich bis hin zu den vorhandenen Sonderfahrzeugen vor und heraus. Weiß: „Ein reibungsloser Ablauf in den Bereichen funktioniert allerdings nur bei entsprechender Kommunikation und Dokumentation“. Der Leiter der Rettungsleitstelle IRLS Hildesheim, Patrick Grieger, erläuterte die Abläufe im Bereich der Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Hildesheim. Die Bedeutung einzelner technischen Programmierungs-Abläufe im Digital-Funkbereich, am Beispiel von Statusmeldungen wurden verdeutlicht. Am ersten Tagungs-Termin waren der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Michael Sander und der Vizepräsident Klaus-Peter Grote (Schaumburg) zum Thema Verbandsarbeit angereist. Kreisbrandmeister Josef Franke stellte die Arbeit des Kreisfeuerwehrverbandes Hildesheim vor. Der Versorgungszug der Kreisfeuerwehr sorgte an beiden Terminen für die Verpflegung der TeilnehmerInnen. In der Planung ist für 2024 wieder die obligatorische Brandmeister-Tagung im Schullandheim in Hohegeiß vorgesehen.
Text und Fotos: Michael Sinai, Kreispressewart
03.02.2023 – Kreisjugendfeuerwehrtag in Gronau
Kreisjugendfeuerwehr verzeichnet 8 Prozent Zuwachs
Beim Kreisjugendfeuerwehrtag am vergangenen Freitag in der Aula der KGS Gronau fanden sich 246 stimmberechtigte Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren des Landkreises Hildesheim ein. Kreis-Jugendfeuerwehrwartin Anne Grützner begrüßte die Feuerwehrkameraden und gab einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2022.
Endlich konnten wieder Veranstaltungen und Wettbewerbe stattfinden, wie beispielsweise die Kreis-, Bezirks- und Landesentscheide. Bei den Brandabschnitts-Wettbewerben schafften es drei Teams aus dem Landkreis Hildesheim bis zum Landeswettbewerb nach Emden und gehörten somit zu den 52 besten Gruppen in Niedersachsen. Sowohl Anne Grützner, als auch Kreisbrandmeister Josef Franke betonten, wie stolz sie auf die Gruppen seien.
Beachtlich sei dabei aber nicht nur das Abschneiden der Gruppen, sondern auch das ehrenamtliche Engagement der Betreuer und Organisatoren.
Nicht zuletzt durch diese Leistungen werde die Kreisjugendfeuerwehr in ihrer Entwicklung unterstützt, sodass im Vergleich zum Jahr 2021 ein Mitgliederzuwachs von rund 8 Prozent bei den 108 Jungend- und 81 Kinderfeuerwehren zu verzeichnen ist.
1464 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 18 Jahren, sowie 1147 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren versehen ihren Übungsdienst in den Nachwuchswehren im Kreis Hildesheim.
„Wir hoffen noch mehr Kinder zu motivieren, sich dem schönsten Hobby der Welt anzuschließen“, erklärt Sarah Schwab in ihrem Bericht über die Kinderfeuerwehren im Kreis Hildesheim.
Zusätzlich zu ihrem normalen Dienst versehen die vielen Betreuer und Kinder- und Jugendfeuerwehrwarte in den Feuerwehren oft über Jahre und Jahrzehnte ehrenamtliche Stunden, um den Nachwuchs zu fördern. Als Anerkennung dafür wurden am Freitagabend einige Aktive mit dem Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr und der Florianmedaille ausgezeichnet.
Verabschiedet wurde Susanne Steinau als Schriftführerin der Kreisjugendfeuerwehr, die nach neun Jahren ihr Amt niederlegte.
Vertretend für die Kreispolitik lobte auch Landrat Bernd Lynack den Zuwachs der Mitglieder der Kreisjugendfeuerwehr: „Es ist ein Keim einer Pflanze, der weiter gegossen werden sollte.“
Als Bestandteil der Gemeinschaft und Gesellschaft stellte Volker Senftleben, Bürgermeister der Samtgemeinde Leinebergland, die Feuerwehr dar. Natürlich sei diese auch immer ein hoher Kostenfaktor für die Kommunen, den man aber gerne in Kauf nehmen würde, um diesen Mehrgewinn für die Gemeinschaft und vor allem auch die Jugendfeuerwehr zu haben.
Trotz des Hass und der Häme, die Rettungskräfte oft ertragen müssten, wünsche er sich: „eine Feuerwehr, die uns hilft, schützt, aber auch ein fester Bestandteil der Gemeinschaft“ sei.
v. l. n. r.: Anne Grützner, Kreis-Jugendfeuerwehrwartin, Julia Miehe, Schriftführerin, Nathalie von Blohn, Fachbereichsleiterin Lehrgangsarbeit, Matthias Düsterwald, stellv. Landesjugendfeuerwehrwart, Josef Franke, Kreisbrandmeister
Text: Eileen Stiehler
Foto: Matthias Quintel, Kreisinternetbeauftragter
Beim Kreisjugendfeuerwehrtag in der Aula der KGS Gronau waren 246 stimmberechtigte Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren des Landkreises Hildesheim anwesend. Engagierte Frauen und Männer, die sich im Bereich der Jugend- und Kinderfeuerwehr eingebracht hatten, wurde geehrt. Die Floriansmedaille erhielt Tim Danert aus Kemme. In der Laudatio wurde sein großes persönliches Engagement im Kreis-Wertungsgericht, die 23-jährige Amtszeit als Jugendfeuerwehrwart und sein zusätzliches Wirken als Ortsbrandmeister seit 2017 herausgestellt. Das Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr erhielten Henry Brandes aus Adenstedt und Christina Könnecke aus Bodenburg für ihr Engagement bei der Gründung und dem Aufbau der jeweiligen Kinderfeuerwehr. Jan Hendrik Soffner aus Nettlingen und Jan-Eric Richter aus Bodenburg erhielten die Ehrung weil sie mit großem Engagement viele Verantwortlichkeiten für Zeltlager und Veranstaltungen übernommen hatten. Die Ehrungen überreichte Anne Grützner gemeinsam mit dem stellvertretenden Landesjugendfeuerwehrwart Matthias Düsterwald aus Ronnenberg.
v. l. n. r.: Anne Grützner, Tim Danert / Kemme, Florianmedaille, Henry Brandes / Adenstedt, Ehrenzeichen der NJF, Jan-Hendrik Soffner / Nettlingen, Ehrenzeichen der NJF, Jan-Eric Richter / Bodenburg, Ehrenzeichen der NJf, Christina Könnecke / Bodenburg, Ehrenzeichen der NJF, stellv. Landesjugendfeuerwehrwart Matthias Düsterwald
Text: Michael Sinai, Kreispressewart
Fotos: Matthias Quintel, Kreisinternetbeauftragter
28.01.2023 – FTZ: Fortbildungsveranstaltung für Führungskräfte
Landkreis Hildesheim/Groß Düngen. Die mittlerweile traditionelle Tagung der Feuerwehr-Führungskräfte im Landkreis Hildesheim, konnte in der Vorbereitung organisatorisch aufgrund der Corona-Pandemie nicht umgesetzt werden. Die Kreisfeuerwehr unter der Leitung von Kreisbrandmeister Josef Franke, hat daher in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Groß Düngen, eine Fortbildungsveranstaltung für die Führungskräfte organisiert. Der erste Termin fand jetzt aktuell am 28. Januar statt, der zweite Termin ist am 11. Februar an gleicher Stelle, jeweils von 9 bis 17 Uhr. Die Aufteilung war erforderlich, da die Platzkapazitäten aufgrund der hohen Zahl der Führungskräfte, im großen Schulungsraum der FTZ nicht für einen Termin ausreichten. Die teilnehmenden KameradenInnen hatten hierbei eine freie Wahl zu dem jeweiligen Termin. Die gleichlautende Tagesordnung umfasst etliche Punkte, auszugsweise „Lehrgangsanmeldungen über FeurON, digitale Unfallmeldung und die Verbandarbeit des Kreisfeuerwehrverbandes sowie des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Niedersachsen“. Am ersten Termin konnten auch der LFV-Vizepräsident, Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote (Schaumburg) und der Geschäftsführer des LFV aus Hannover, Michael Sander, begrüßt werden. Eine inhaltliche Berichterstattung erfolgt nach dem zweiten Termin.
Text: Michael Sinai: Kreispressewart
Fotos: Heiko Bartels
16.01.2023 – Wahl des Kreisbrandmeisters
Landkreis Hildesheim/Groß Düngen.
Die Weichen für die personelle Zukunft der Kreisfeuerwehr im Landkreis Hildesheim sind gestellt. Die Amtszeit des amtierenden Kreisbrandmeisters Josef Franke aus Söhre, endet am 30. Juni des Jahres. Aktuell fand deshalb im Schulungssaal der Feuerwehr-Technischen-Zentrale (FTZ) in Groß Düngen die „Erarbeitung von Wahlvorschlägen für den Kreisbrandmeister des Landkreises Hildesheim“ statt. Diese Formulierung ist notwendig, denn die Gremien des Landkreises Hildesheim werden dem jeweiligen Vorschlag ihre Zustimmung geben müssen.
Zur Wahl waren 160 stimmberechtigte Führungskräfte der insgesamt 184 wahlberechtigten Orts-, Gemeinde- und StadtbrandmeisterInnen aus Stadt- und Landkreis Hildesheim in die FTZ gekommen. Da Kreisbrandmeister Josef Franke signalisiert hatte, dass er nach 24-jähriger Amtszeit nicht mehr kandidiere, hatten im Vorfeld geeignete Nachfolger ihre Bereitschaft erklärt sich für eine Wahl zur Verfügung zu stellen.
Für das Amt des Kreisbrandmeisters wurde Brandschutzabschnittsleiter Ost Mathias Mörke aus Bodenburg vorgeschlagen. Mörke ist aktuell auch stellvertretender Kreisbrandmeister. Mathias Mörke wurde mit 140 ja Stimmen, zehn Gegenstimmen und sechs Enthaltungen gewählt. Bedingt durch diese Wahl musste auch ein Wahlvorschlag für das Amt des Stellvertreters erfolgen. Hierfür wurde Heiko Bartels aus Mahlerten, Brandschutzabschnittsleiter West vorgeschlagen. Für den Vorschlag stimmten 150 Stimmberechtigte, es gab fünf Gegenstimmen, vier Enthaltungen und eine ungültige Stimme.
Mathias Mörke und Heiko Bartels informierten nicht nur über ihre bisherige Feuerwehrlaufbahn, sondern gaben auch Informationen zu ihrem beruflichen und privaten Umfeld. Beide Kandidaten nahmen dann formell die Wahl an, so dass jetzt die Gremien im Landkreis Hildesheim über ihre Zustimmung beraten können. Bei der zeitnahen Kreistagssitzung im Juni könnte dann die Ernennung erfolgen. Mathias Mörke und Heiko Bartels dankten für das entgegengebrachte Vertrauen. Mörke hatte zuvor seinen Blick auf die Zukunft der Kreisfeuerwehr gerichtet, der sich an dem Motto des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen aus dem Vorjahr „Feuerwehr-Team-Talent-Technik“ orientiert.
Einige „Baustellen“ sind aktuell im Fokus und dienen den Ehrenamtlichen zur Verbesserung der Aus- und Fortbildung, letztlich aber der Sicherheit für die BürgerInnen im Landkreis. Mathias Mörke und Heiko Bartels riefen zum gemeinsamen Dialog auf.
Ein Grußwort des Landkreises Hildesheim sowie vom zuständigen Amt 205 überbrachte Friedhelm Weiß, Leiter der FTZ in Groß Düngen. Seine Gratulation untermauerte er mit einem kleinen Blumenstrauß. Gedankt wurde Sebastian Miehe und Annemarie Krone vom Amt 205 des Landkreises, die für den reibungslosen Ablauf des Wahlverfahrens gesorgt hatten.
v. l. n. r.: Der amtierende Kreisbrandmeister Josef Franke; Vorschlag: neuer Stellvertreter Heiko Bartels, neuer Kreisbrandmeister Mathias Mörke; Friedhelm Weiß LK Hildesheim
Text und Foto: Michael Sinai, Kreispressewart
02.01.2023 – DFV-Präsident: „Gewalt gegen Einsatzkräfte ist rigoros zu ahnden!“ – Deutscher Feuerwehrverband verurteilt Übergriffe rund um den Jahreswechsel
Berlin – Brennende Barrikaden, Plünderungsversuche an Feuerwehrfahrzeugen, Schreckschusspistolen und Böller gegen Einsatzkräfte: „Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Rund um den Jahreswechsel gab es erneut zahlreiche Übergriffe auf die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Das ist absolut nicht hinnehmbar!“, erklärt Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Er fordert: „Der Staat muss die gesetzlichen Möglichkeiten zu Ermittlung und Bestrafung der Täter voll ausschöpfen und Gewalt gegen Einsatzkräfte rigoros ahnden!“
Das Strafgesetzbuch sieht bei Behinderung durch Gewalt oder deren Androhung die Bestrafung nach § 113 eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Der tätliche Angriff bei einer Diensthandlung wird nach § 114 mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Feuerwehrangehörige sind seit der Änderung des Strafgesetzbuches im Jahr 2017 bei tätlichem Angriff bzw. die Behinderung ihrer Arbeit gleichgestellt mit Angehörigen der Polizei. Dies gilt auch für Kräfte im Rettungsdiensteinsatz. Der Deutsche Feuerwehrverband hatte sich damals für die Verschärfung der Vorgaben und die Einbeziehung der Kräfte der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr stark gemacht.
Banse befürchtet Schwierigkeiten beim Erhalt der Mitgliederzahlen und der Gewinnung neuer Kräfte in Haupt- und Ehrenamt: „Wie soll man jemanden für den Dienst an der Gesellschaft motivieren, wenn sich Teile dieser Gesellschaft gewalttätig dagegenstellen? Alle Menschen müssen es verstehen: Helfende Hände schlägt man nicht, sonst können sie nicht helfen!“ Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes wünscht allen verletzten Einsatzkräften gute und vollständige Genesung.
Karl-Heinz Banse fordert Maßnahmen zur Prävention: „Es muss geprüft werden, ob eine Abschreckung durch Technik wie Dashcams oder Bodycams möglich ist. Hier müssen aber auch die Menschen eingebunden werden, die das dann in der Praxis auch einsetzen sollen, damit es durchführbar ist.“ Zudem verweist Banse auf die Möglichkeit, in besonders gefährdeten Bereichen lokale Böllerverbotszonen zu errichten.